Neue Arbeitswelt AVAT 3. Preis
Tübingen (D)
2025
Das Wettbewerbsgebiet befindet sich in prominenter Lage am westlichen Stadteingang von Tübingen und bildet den Auftakt zum neu entstehenden Gewerbegebiet. Dementsprechend kommt dem neuen Gebäudekomplex eine besondere, stadtbildprägende Bedeutung zu. Entlang der Herrenberger Straße wird ein gegliederter Baukörper vorgeschlagen, der durch präzise Raumkanten den Straßenraum klar definiert und sich mit seiner Geschossigkeit maßstäblich in den städtebaulichen Kontext einfügt.
Entsprechend den Vorgaben des Bebauungsplans, der eine offene Bauweise vorsieht, wird ein Gebäudeensemble entwickelt, das aus ablesbaren, additiven Baukörpern besteht. Die Differenzierung wird durch Variationen in der Höhenentwicklung, Staffelungen entlang der Baugrenzen und Einschnitten in die Bauvolumen erreicht. Auf diese Weise entstehen im Hinblick auf die Außenbereiche sowohl öffentliche als auch private Freiräume mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten, die eine Verzahnung mit dem Grünzug am Weilersbach bewirken.
Graue Emissionen werden durch den wirtschaftlichen Einsatz des nachwachsenden Werkstoffes Holz sowie der Verwendung von emissionsreduziertem Stahl (Elektrostahlroute auf Stahlschrottbasis) minimiert. Die modulare Bauweise ist so konzipiert, dass alle Elemente leicht entfügbar und auf gleichem Nutzungsniveau wiederverwendet werden können (Re-Use). Diese kreislaufgerechte Konstruktion bildet somit ein Materiallager für das Bauen von morgen, bei dem diese Elemente wieder verwendet werden können.
- Bauherr
- AVAT Automation GmbH
- Wettbewerb
- Einladungswettbewerb